M10

Samstag, 18.04.,
17:00, Ausstellungshalle:

Hanna Poddig: Alles verändern- CrimethInc.

Warum müssen wir, trotz all des technischem Fortschritts, mehr arbeiten als je zuvor? Wie kommt es, dass je härter wir arbeiten, wir letztendlich im Vergleich zu unseren Bossen umso ärmer werden? Warum konzentrieren sich die Leute einzig darauf, ihre Jobs zu retten, wenn die Wirtschaft zusammenbricht – obwohl eigentlich von vornherein keine_r die Arbeit mag? Kann der Kapitalismus ein weiteres Jahrhundert der Krisen überstehen? Wo liegen eigentlich die zentralen Probleme dieser Zeit? Was ist unser individueller wie kollektiver Umgang damit?

Übesetzt von einer Crew rund um den anarchistischen Mailorder black mosquito sind verschiedene CrimethInc.-Texte nun auch auf deutsch erschienen. Wir laden ein zu Videovorführung, Lesung und anschließender Diskussion mit Mitgliedern des Übersetzungskollektivs. Neben dem aktuellen Aufruf „alles verändern“ werden Texte aus den Büchern „work“ und „message in a bottle“ vorgestellt.
Neben grundsätzlichen Überlegungen zu Arbeit (Lehrt Arbeit Verantwortung? Schafft Arbeit Sicherheit?) werden anhand konkreter Beispiele (von Justizwesen über Gentrifizierung und Grenzsystem bis zu Umweltfragen) die Mechanismen erläutert, die den aktuellen Kapitalismus am Laufen halten. Anschließend widmet sich die Veranstaltung strategischen Fragen des Widerstands: Wie wehren wir uns gegen die Vereinnahmung unserer Ideen durch „das System“? Was ist dabei unser persönlicher Weg, nicht selbst auch Rädchen im System zu werden? Von wo aus kämpfen wir? Wann ist Realpolitik kontraproduktiv? Wo wollen wir damit eigentlich hin?

19:00, Ausstellungshalle:

Ray Vibration

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ray vibration, ex-kunst und musik mit dem tageslichtprojektor, an overhead projector band with tina tonagel, christian faubel and ralf schreiber.

three persons, three overhead projectors, three screens and three sound systems. on the projectors are placed different electro-kinetic devices, machines and instruments. they produce movement and sound. the small sounds of what happens on the projectors are filtered, distorted and amplified. at the same time a triptych in cinemascope format displays magnified, filtered, distorted images of what happens on the screens/fresnel lenses of the projectors. this is an ongoing realtime process and something magic happens images and sound go together, everything is transparent and happens in the here and now. what you see and hear is a live experiment and improvisation.

20:00, Große Halle:

Professor Henry

henryflyerb

 

 

 

Henry singt deutsch. Laut und leise, ohne Zucker. Wahrscheinlich über Konkretionen des Daseins. Dafür und dagegen, letzte und erste Dinge ernst zu nehmen. Mindestens mit Gitarre. Das Übliche, selbstredend kenntnisreich, ohne Scheu und anders. Lachen und Weinen erlaubt.

21:00, Ausstellungshalle:

Roman Marx

roman2.2mut zu träumen ist die aufwandentschädigung für freidenker die auf grund von dürre eine sozialpauschale vom universum beziehen müssen;
gegen eine selbstbeteiligung von minimal einem euro maximal aber lebenslanger aufopferung (charakterabhängig),
zu erwerben bei amazon (ISBN 0815 678 110)
evtl auch gebraucht bei ebay oder aber in marke eigenbau, dafür einfach die notwendigen materialien aus der luft greifen und mit viel spucke und schmackes zusammenkleben!
jede andere evtl auftretende hilfestellung sollte stets in anspruch genommen werden.
zu risiken und nebenwirkung,
lesen sie den faust und fragen sie
ihren geist oder ihr gewissen.

22:00, Caféwagen:
Das philosophische Nachtgespräch

marekswWege zur Verdummung der Menschen damals und heute.
Immer wieder stehen die Menschen unter dem hauptsächlich aufgezwungenen aber teilweise selbst gewünschten Druck, ihr Denk- und Fühlvermögen zu beschränken. Heute geben uns die Experten vor, früher waren es die Priester und Volksführer, worin das Streben der Menschen münden soll. Sind wir so, wie wir sind, frei und für das Denken offen, oder mal betrogen, betrügen wir uns selbst und die Mitmenschen weiter?
Vortrag und Gespräch
von und mit
Dr. Marek Zmiejewski
Und Überraschungen.
(Ohne Bild)