M11

Sa, 09.05.15:
17:00 Ausstellungshalle

Friederike Habermann: Auf dem Weg in die Null-Konkurrenz-Gesellschaft?

2012 in HB_32Das Ende der Welt sich vorzustellen ist heute einfacher als das Ende des Kapitalismus – so bringen verschiedene Theoretiker die allgemein empfundene Alternativlosigkeit zum Kapitalismus auf den Punkt. Doch: „Ein neues Wirtschaftssystem – die Kollaborativen Commons – betritt die ökonomische Weltbühne.“ Mit diesem Satz beginnt der Ökonom und, laut Spiegel Online, „bemerkenswerteste Denker und Futurologe der Welt“, Jeremy Rifkin, sein im Jahr 2014 erschienenes Buch Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft. Das Internet der Dinge, kollaboratives Gemeingut und der Rückzug des Kapitalismus.
Rifkins Vision einer kollaborativen, lateral organisierten Produktions- und Lebensweise entspricht dem, was der Harvard-Professor Yochai Benkler als ‚Commonsbasierte Peerproduktion‘ bezeichnet und was Friederike Habermann mit ‚Ecommony‘ als Möglichkeit gesamtgesellschaftlicher Organisierung erachtet. Dessen Prinzipien zeichnen sich seit Beginn dieses Jahrtausends in vielen Bereichen ab: in Ansätzen anderen Wirtschaftens, in Sozialen Bewegungen oder dem Boom des Sharings. Denn solidarisch zu wirtschaften bedeutet im Gegensatz zu dem, was viele glauben, nicht, dass alle Beteiligten zu Gutmenschen werden müssen. Es bedeutet, eine Gesellschaftsordnung zu finden, welche die Bedürfnisse aller berücksichtigt, ohne strukturell Konkurrenz und Egoismus zu begünstigen oder auch nur wirkmächtig werden zu lassen.

20:00 Große Halle

LICHT-DIRIGAT
Ein Projekt von Mary-Noele Dupuis (Dirigat/Stimme/Text)

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Das „An/Aus“ der Lampe ist das einzige Prinzip des LICHTDIRIGATS.
Hier und jetzt!
Eine Poesie des Aufstands.

Mit:
Jörn Quade (Gitarre)
Lukas Matzerath (Gitarre)
Rainer Schütz (Gitarre)
Matthias Schwarz (Schlagzeug)
Andreas Techler (Saxophon)
Stefan Zöllner (Sample)
Sarah Wölker (Wasser)
Rainer Weber (Bassklarinette)
Bodo Tuchowski (Schlagzeug)
Schauspieler:
Roman Marx (Dimitri)
Marcus Krips (Tankerkönig)
Mary-Noelle Dupuis (Blackwitch)
NaSchma (Stelzen & Gesang)
Johannes Terbach (Stelzen)
Operndialoge: Peter Sorry

21:00 Ausstellungshalle

Krazy: „mit meinen Waffen“

Krazy.FotoLeoLoehr

 

Genre: hinsetzen, maulhalten, zuhören.
Krazy: Liedermacherette, Musikerin, Autorin.
Hat meistens die Gitarre dabei, kann aber auch ohne. Ihre Lieder und Texte befassen sich sprachlich dicht und inhaltlich ungeschminkt mit Kommunikationsproblemen, Existenzfragen, der Rückseite des Showgeschäfts, Alkoholismus und anderen Anlässen zu schlechter Laune.

 22:00 Caféwagen:

Das philosophische Nachtgespräch
mit Marek Zmiejewski

OLYMPUS DIGITAL CAMERAFragen an „die letzten Menschen“
Dass die alten Philosophen tiefer und ursprünglicher als wir, die Kinder der fertigen Antworten, gedacht haben, lag daran, dass sie ihren Zeitgenossen und sich selbst beunruhigende Fragen stellten, die die gesamte Menschheit aus der selbstzufriedenen Verlogenheit weckten. Eine davon, unnachahmlich von Nietzsche formuliert, wollen wir uns selbst, gleich einem Spiegel (vor) stellen:
„Was den Menschen rechtfertigt, ist seine Realität – sie wird ihn ewig rechtfertigen. Um wie viel mehr wert ist der wirkliche Mensch, verglichen mit irgendeinem bloß gewünschten, erträumten, erfundenen und erlogenen Menschen? mit irgendeinem idealen Menschen?… „
Friedrich Nietzsche: „Streifzüge eines Unzeitgemäßen“
(Nur 9 Plätze)

 

 

 

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