m17

Sa, 21.11.15:
17:30 Ausstellungshalle

Heide Göttner Abendroth: Matriarchat heute und morgen – die politische Bedeutung der Matriarchatsforschung für neue Gesellschaftsformen

Die wissenschaftliche Arbeit von Heide Göttner-Abendroth dient der Erforschung der matriarchalen Kulturen weltweit in Vergangenheit und Gegenwart. Sie begründete die moderne Matriarchatsforschung und gab eine neue Definition von „Matriarchat“ als gender-egalitäre, auf Konsens beruhende, bedürfnis- und nicht macht-orientierte Gesellschaften, die sie anhand der heute noch lebenden matriarchalen Gesellschaften gewonnen hat.

Sie entwickelte daraus eine tiefgreifende Kritik an der später aufgekommenen patriarchalen Gesellschaftsform. Zugleich zeigt sie praktische Wege auf, die aus der heutigen „kranken“ Gesellschaft herausführen können.
Die politischen Formen der matriarchalen Gesellschaft zeigen sich, auf heutige Probleme angewandt, als brisant und hochaktuell. Wenn wir diese matriarchalen Lebensform immer tiefer zu verstehen versuchen, kann sie uns das Rüstzeug in die Hand geben, um die dringend nötigen gesellschaftliche und politische Veränderungen herbeizuführen.

 19:30 Ausstellungshalle:

Jörg Bergstedt: Organisierung, Entscheidungsfindung, Kooperation – ein Update für den Anarchismus

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Im Rahmen der Vorlesungsreihe „Die Beherrschung verlieren: Anarchie in Theorie und Praxis“
Entscheidungen sollen getroffen und Wissen bzw. Ressourcen geteilt werden. Das alles soll gleichberechtigt geschehen – herrschaftsfrei eben. Aber wie sieht es aus um die Praxis im Alltag und in der Struktur politischer Gruppen? Sind Kommunen, Bürger_innen-Intiativen, Politgruppen, anarchistische Zentren und Banden, große und kleine Aktionen, Seminare und Veranstaltungen in politischen Strömungen eher ein schlechter Abklatsch herrschender Verhältnisse – oder doch eine Keimzelle für ein neues, hierarchiefreies oder wenigstens -armes Miteinander? Zunächst sollen in einem Vortrag Fehler und Möglichkeiten vorgestellt – und dann ausprobiert werden. Denn: Eine andere Organisierung ist möglich. Ab ca. 22 Uhr gibt es als Experiment eine Fish-Bowl zum Streitthema: „Basisdemokratie oder entscheidungsfreier Raum – was passt zur Anarchie?“. Zum Mitdiskutieren und zum Kennenlernen einer Methode (einer von vielen, siehe im Reader „HierarchNIE!“ und auf http://www.hierarchnie.de.vu).

 21:00 Zwischenraum

Mary-Noele Dupuis: intenSion [Performance]

 21:00 Zwischenraum

C.A.R. 

G E N E T I C A L LY | M O D I F I E D | B Y | S P A C E | A L I E N S
Die Suche nach Spiritualität in Musik in den Zweitausendzehnern. Vier junge Kölner Musiker entwickeln mit leidenschaftlicher Empathie eine triphafte Melange aus Jazz und Elektronik, Improvisation und Experiment, Sciene-Fiction und Film Noir, Krautrock und Cyberpunk.
Gleißende Energie, kaleidoskopischer Tiefgang, subtile Finesse und eine nicht zu leugnende Liebe zum Beat – Mischkonsum wird hier groß geschrieben: C.A.R.

C.A.R. are
Leonhard Huhn: Saxophon, Basklarinette, Effekte
Christian Lorenzen: Synthesizer, Wurlitzer, Fender Rhodes
Kenn Hartwig: Kontrabass, Effekte
Johannes Klingebiel: Drums

http://www.thisiscar.de
http://www.soundcloud.com/car-band
http://thisiscar.bandcamp.com/
http://www.facebook.com/thisiscar

22:00 Backhaus

Offene Lesebühne

Dein Text.
Deine Bühne.
Ohne Voranmeldung.

Mit Roman Marx und Peter Sorry.

23:00 Historischer Caféwagen:

Das philosophische Nachtgespräch
mit Marek Zmiejewski

Patriarchat, Matriarchat, Pädagogik
„Vater, Mutter, Kind“ – aus dem Spiel mit diesen Begriffen entstand alles Menschliche mit seinem Glanz und Schatten. Erst das Streben nach der Herrschaft schaffte aus der Zugehörigkeit eine Rangordnung, wenn nicht Versklavung, der Mutter und des Kindes unter einem allmächtigen Vater, die wir mit dem heute abgenutzten Begriff der Patriarchat bezeichnen.
Ist jedoch nicht die Auszeichnung und Stolz eines Vaters, dass er von Frau und Kind geliebt wird, und nicht, dass er reibungslos über sie seine Herrschaft ausübt?
Sowohl die Erhebung des Vaters zum Prinzip der Macht (Patriarchat), wie der Mutter (Matriarchat) verunstalten Wachstum und Erziehung des Kindes, die Pädagogik.
Vortrag von
und Gespräch mit
Dr. Marek Zmiejewski

23:00 Zwischenraum:

Kolb Afro Ensemble


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Seit Jahren spielt eine große Community pan-afrikanischer Musiker zusammen mit internationalen Gästen in der Kolbhalle. Herausgekommen ist ein einzigartiger Sound, der sich zwischen traditioneller afrikanischer Musik, Dancehall, Dub und Reggae bewegt. 


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