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Sa, 21.05.16:

16:30 Führung durch die Kolbhalle mit Lelde Suetcue
17:30 Hanna Poddig: Projekt A
19:15 Führung durch die Kolbhalle mit Lelde Suetcue
19:45 Friederike Habermann: Die Welt verändern – wie geht das?
21:00 Krazy
22:00 Offene Lesebühne
23:00 Markus Wirtz: Das philosophische Nachtgespräch [Reihe]
23:00 Kolb Afro Ensemble


 

17:30 Ausstellungshalle:

Hanna Poddig: PROJEKT A

Der Dokumentarfilm PROJEKT A taucht ein in die vielschichtige Welt der Anarchisten und bricht mit den gängigen Klischees über Steinewerfer und Chaoten. Er eröffnet viel mehr den Blick auf eine Bewegung, die das Unmögliche fordert, an den Grundfesten unserer Gesellschaft rüttelt und gerade deshalb das Augenmerk auf zentrale ungelöste Fragen unserer Zeit lenkt. Der Film handelt von einer politischen Bewegung, ihrer Theorie und den Menschen, die sich für deren Verwirklichung einsetzen.
Hanna, Mariano, Didac, Margarita und Makis sind Anarchisten. Sie träumen von einer freien Gesellschaft. Sie entwerfen konkrete Visionen einer anderen Welt und versuchen diese in ihrem Leben umzusetzen. Sie glauben daran, dass Menschen herrschaftsfrei leben können, ohne Staat, ohne Polizei, ohne Gesetze und Justiz – aus heutiger Sicht eine absurde Vorstellung.
Ihr Leben ist ein Ringen mit Obrigkeiten, Konventionen und Vorurteilen. Egal ob in Spanien, Griechenland oder Deutschland, überall treten sie für ihre Ideale ein und bleiben trotz aller Rückschläge und auch Repressionen durch den Staat kämpferisch. Anarchie ist ein radikaler Ansatz und die Protagonisten von PROJEKT A stellen die Grundprinzipien der kapitalistischen Weltordnung in Frage.
Und damit sind sie nicht mehr alleine. Zwanzig Jahre nach dem Zusammenbruch des real existierenden Sozialismus stellen weite Teile der Gesellschaft ebenso den Kapitalismus als zukunftsfähiges Gesellschaftsmodell in Frage. Welche Alternativen bietet der Anarchismus?
PROJEKT A geht dieser alten und zugleich neuen Idee nach und nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise zu anarchistischen* Projekten.

Im Anschluss Gespräch mit Hanna Poddig.

19:45 Ausstellungshalle:

Friederike Habermann: Die Welt verändern – wie geht das?

Das auf einer G7-Sitzblockade entstandene Autorinnen-Foto mit Regencape versteht Friederike Habermann als Hinweis darauf, dass Widerstand wichtig ist. Doch zeigt die Geschichte, dass dauerhaft nur im Alltag gelebte Veränderungen bestehen können. Und genau das zeichnet sich in verschiedenen Bereichen der Gesellschaft ab.
Mit ihrem dieses Frühjahr erschienenen Buch ‚Ecommony. UmCARE zum Miteinander‘ präsentiert Habermann umfassend ihre These, dass wir an einem historischen Wendepunkt angelangt sein könnten: Ein gesamtgesellschaftliches, nicht-kapitalistisches, emanzipatorisches anderes Leben und Wirtschaften ist möglich. Wie Arbeit, Geld und Eigentum in die Welt kamen, wie wir lernten, dadurch in strukturellem Hass zueinander zu agieren, und wie wir es verlernen können – all das werden Elemente ihres Vortrags sein.

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 21:00 Zwischenraum

Krazy 

Genre: hinsetzen, maulhalten, zuhören.
Krazy: Liedermacherette, Musikerin, Autorin.
Hat meistens die Gitarre dabei, kann aber auch ohne. Ihre Lieder und Texte befassen sich sprachlich dicht und inhaltlich ungeschminkt mit Kommunikationsproblemen, Existenzfragen, der Rückseite des Showgeschäfts, Alkoholismus und anderen Anlässen zu schlechter Laune.

22:00 Atelier Markus Krips:

 

Offene Lesebühne

Dein Text.
Deine Bühne.
Ohne Voranmeldung.

Mit Roman Marx und Peter Sorry.

23:00 Historischer Caféwagen:

Das philosophische Nachtgespräch
mit Markus Wirtz

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Zukunft Europas

Ist Europa nur noch eine ‚unfruchtbare Großmutter‘, wie es der diesjährige Karlspreisträger Papst Franziskus beschrieb, oder haben wir noch – frei nach Nietzsche – ‚genug Chaos in uns, um einen tanzenden Stern gebären zu können‘?
Anhand eines europäischen Problem-Alphabets (von Agonie bis Zuwanderung) möchte der philosophische Sachbearbeiter Dr. Markus Wirtz das gegenwärtige Euphorie/Europhie-Defizit ausbuchstabieren.

 

23:00 Zwischenraum:

Kolb Afro Ensemble


Seit Jahren spielt eine große Community pan-afrikanischer Musiker zusammen mit internationalen Gästen in der Kolbhalle. Herausgekommen ist ein einzigartiger Sound, der sich zwischen traditioneller afrikanischer Musik, Dancehall, Dub und Reggae bewegt.


 


Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Friedensbildungswerk Köln.


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